Über den Tabak

Biologie - Umweltbilanz

Die Tabakpflanze, das kann man mit Fug und Recht sagen, ist ein kleines Wunderwerk der Natur. Sie stellt uns im Laufe ihres Wachstums und nach der Ernte der Blätter ein vielschichtiges Angebot zur Verfügung. Die Frage ist, ob wir es verstehen, verantwortungsvoll mit diesen Ressourcen des Genusses umzugehen.

Der Tabak gehört wie die Kartoffeln zur Familie der Solanaceaen (Nachtschattengewächse). Gemeinsames Kennzeichen ist ihre Produktion von Alkaloiden beim Tabak ist dies das Nikotin. Die Pflanze ist einjährig und keimt aus einem winzigen, ölhaltigen Samenkorn, 12.000 Körner sind ein Gramm. Die kleine Pflanze in Mitteleuropa im Mai ausgepflanzt (frostsicher), wächst hundert Tage nach der Auspflanzung im Feld bis zu einer Höhe von ca. zwei Metern, blüht prächtig auf, bringt 18 bis 20 verwertbare Blätter und entwickelt eine Grünmasse in diesen Tagen von bis zu 30 kg.

Bestechend die nahezu weltmeisterliche Leistung während der kurzen Vegetationszeit und ihrer positiven Bilanz die sie in Ökonomie aber auch in Ökologie uns Menschen zur Verfügung stellt.

Aus aktueller Sicht steht die Ökonomie für die breite Anbaufrage im Vordergrund. Die arbeitsintensive Ernte der Blätter (bis zu 600.000 je ha) dienen nach der Trocknung und Fermentation der Herstellung von Tabakwaren. Pflanzer und ganze Wirtschaftsbereiche erzielen hiermit ihren Lebensunterhalt - dem Raucher wird Genuss geboten. Der Blattertrag von 2.500 bis 3000 kg/ha (Hektar)bringt dem Pflanzer ca. 10.000-12.000 Euro/ha. Nach Herstellung von Tabakwaren liegt der Wert bei 360.000 Euro/ha, wovon 270.000 Euro/ha Tabaksteuer dem Staat zufließen.

Positiv stellt sich die Umweltleistung der Tabakpflanze dar. Sie ist eine führende grüne Lunge in der Pflanzenwelt. Die überaus große Blattmasse von bis zu 9 m² pro 1 m² Boden erzeugt bei der Assimilation einen Sauerstoffüberschuss (nach Prof. Joachim Schmitt, Forchheim) für über 750 Menschen je ha Anbaufläche. Beachtenswert und willkommen für viele Tabakbauern besonders in Entwicklungsländern, ist die Brennholzleistung die der Stängel nach der Trocknung bietet. Bis zu 30 dz pro ha können zur Heizung am Hof verwendet werden.

Sehr geschätzt wird der vierte Teil, die organische Substanz, von der sich die Bodenfruchtbarkeit erhöht und die Nachfolgekulturen ernähren. In der Fruchtfolge wird die Tabakpflanze unter den Landwirten als Vorfrucht sehr geschätzt. Die starke Beschattung durch die Blattmasse hält den Boden unkrautfrei, aktiviert das Bodenleben und da kaum Pflanzenschutzmittel Verwendung finden, ist der Boden frei von solchen Hinterlassenschaften. Die Tabakpflanze selbst ernährt sich mit ihrem großen Wurzelsystem überwiegend vom Bodenvorrat oder wird maximal entzugsorientiert mit Mineralnährstoffen zusätzlich versorgt. Die Sorte Virgin (40% Anbauvolumen) ernährt sich bei der Stickstoffversorgung in Deutschland nur vom Bodenvorrat, darf nicht zusätzlich versorgt werden.

Aus dem Blickfeld des Tourismus und der Landschaftspflege gesehen, ist die Tabakpflanze eine Bereicherung der Artenvielfalt und lockt mit ihrer großen Blütenmasse in den Anbauregionen zahlreiche Insekten an.

Geschichte des Tabakbaus:

Die Tabakpflanze ist in Deutschland und in Europa seit über 400 Jahren heimisch.

Christoph Columbus brachte bei der Entdeckung Mittel-Amerikas 1492 Tabaksamen mit nach Europa und von da an verbreitete sich Pflanze über die alte Welt.

Die ersten 200 Jahre des Daseins in Europa genoss die Tabakpflanze überwiegend als Heilpflanze und als Zierpflanze in Klostergärten und Höfen, an Königshäusern und hatte nur selten das Ziel des Rauchens im Anbau.

Schon 1573, so wird erwähnt, begann der erste Tabakanbau im Pfarrgarten der Gemeinde Hatzenbühl in der Nähe von Speyer. Im Rheintal, mit seinem warmen Klima, später aber auch in anderen Flusstälern Deutschlands, nahm die Anbauausweitung Ihren Lauf.

Der Indianerhäuptling Sitting Bull steht in Amerika für das Symbol des genussvollen und friedfertigen Rauchens, Sir Walter Raleigh, englischer Seefahrer um 1620 steht in Europa als derjenige, der den Rauchgenuss hoffähig machte.

Den größten Anbau erfuhr der Tabak um 1870. Fast überall in Deutschland wurde Tabak in Kleinstmengen für die Eigenversorgung zur Herstellung von Zigarren angebaut. Gewissenhaft registriert war die Anbaufläche und der Ertrag von jeher, da hinter der Produktion auch die Tabaksteuer, die zuvor Napoleon einführte, für das Staatswesen interessant war.

20.000 ha Anbaufläche (heute 4.500 ha) war die Obergrenze bei über 200.000 Pflanzern (heute ca. 1000 Pflanzer). Der Anbau in allen Regionen Deutschlands dokumentiert die damalige Massenproduktion mit schlechter Qualität.

Nach 1900 setzte, ausgelöst von Importen aus Übersee, durch Konkurrenz ein wohlgezielter Rückgang ein mit deutlicher Qualitätsverbesserung.

Der Tabakanbau wurde wissenschaftlich durchleuchtet, die Pflanzer beratungsmäßig betreut und der Anbau zurückgeführt auf die Regionen mit warmfeuchten Klima. Die Züchtung führte letztlich schon 1930 am Tabakinstitut in Forchheim bei Karlsruhe erstmals auf der Welt zu Tabaksorten ohne Nikotin, deren Folgesorten auch heute noch im Anbau stehen.

Der Tabakanbau blieb trotz aller Wandlungsprozesse konzentriert auf kleine Familienbetriebe, geeignet, um soziale Strukturen zu festigen, da eine relativ hohe Einnahme auf kleiner Fläche möglich war und ist. Das Tabakgeld war oft das einzige verfügbare Bargeld im Familienhaushalt kleiner Landwirte um Anschaffungen zu tätigen für Haus und Hof.

Anbau Europa/Welt

Die Ausweitung des Anbaus als Zier- und Wirtschaftspflanze verlief in Europa parallel zu der in Deutschland. Über Frankreich, die Niederlande, den Süden Italiens und Griechenlands blühte der Tabakbau vor 130 Jahren gewaltig auf. Erst später folgten Spanien und Portugal, da sie ihren Bedarf an Rohtabak in Kolonien decken konnten.

Der Anbau Europas (EU) liegt mit 180.000 ha heute in 120.000 Familienbetrieben (zusätzlich 300.00 Saison AK). Er liefert 350.000 Tonnen Rohtabak jährlich.
Rauchergewohnheiten verlangten regionale Geschmacks- oder Sortenspezialitäten, so dass man heute von über 40 Sorten in Europa sprechen kann. Am bekanntesten mit 40% Anteil die Gruppe der Virginia Tabake, hellgelb, leicht, im Inhalt für die Zigaretten geeignet und Heißluft getrocknet. Die Gruppe der Orienttabake (Sonnengetrocknet) besonders in Griechenland; die Gruppe Burley Tabak für Zigaretten und Rauchtabak und die sogenannten dunklen Tabake für Zigarren. In Deutschland stehen Virginiatabake, Burley und für dunklen Tabak Geudertheimer im Anbau.

Die weltweite Tabakerzeugung liegt derzeit mit 6,5 Mio. Tonnen jährlich auf 4 Mio. ha ziemlich konstant auf der Nachfragebasis des Marktes. Schwerpunkt ist China mit ca. 35%, die USA, Mittel- und Südamerika, Zentralafrika, Indien und Europa.


Urwaldvernichtung, Abholzung von Waldflächen durch Tabakbau

Diese Fragen können für den wirtschaftlichen Tabakanbau der Welt eindeutig verneint werden. Der Blick muss dabei viel stärker an die Sonderwünsche von uns nach Edelgehölzen im Schiffs- und Wohnungsbau gerichtet sein.

50 % des weltweit angebauten Tabaks werden nach der Ernte der Blätter an der natürlichen Luft getrocknet, sie trocknen an der Sonne bzw. unter einem Dach. Kennzeichen sind die Lufttrockenschuppen oder Stangengerüste bei der Sonnentrocknung. Diese Tabake scheiden vom System her in ihrer Diskussion für die Umweltschäden und Abholzungsmaßnahmen aus.
Dazu zählt der gesamte Bereich für dunkle Tabake in CUBA, DOM.REP., Kolumbien, Gesamt-Mittelamerika, Nordbrasilien und Argentinien.
Energiebedarf zur Trocknung liegt nur für Virgintabak vor. Was Europa und Nordamerika betrifft, werden diese Trocknungsöfen mit Gas oder Öl betrieben, in China mit Steinkohle und ansonsten mit Holz. In Zentralafrika ist durch die politischen Zerwürfnisse in dem Hauptanbauland Simbabwe diese Frage derzeit keine Frage mehr, weil der Anbau praktisch zusammengebrochen ist.

Was die große Erzeugungsmenge von Virgintabaken in Süd-Brasilien betrifft, ist Entwarnung mehr als begründet. Die brasilianische Pflanzerorganisation (AFUBRA) unterhält seit über 20 Jahren eine geradezu vorbildliche Organisation zur Aufforstung. Alle Pflanzer müssen sich daran beteiligen und eine positive Holzbilanz pro Betrieb vorweisen. Afubra stellt kostenlos Jungpflanzen zur Verfügung, wobei es sich nicht nur, wie oft vermutet wird, um artfremde Gehölze handelt, sondern heimische Gehölze im Anbau Pflicht sind. Sie können sich von dieser geradezu für die Welt vorbildlicher Leistung von AFUBRA jederzeit vor Ort überzeugen. Südbrasilien (nicht Nordbrasilien) mit seinen über über 800.000 to Jahresproduktion (Virgin) führt diese Aufforstungsaktion unter dem Slogan "Grün ist Leben" auch mit großen öffentlichen Maßnahmen für alle 200.000 Pflanzer im Lande mit Erfolg durch.

Warum Tabakanbau ?
Typische Betriebsformen

Der Markt für Rohtabak mit seiner Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Ressourcen ist ausschlaggebend für den derzeitigen europäischen Anbau. Die Pflanzer nutzen die Chance über den Tabakanbau ihren Lebensunterhalt und damit ihre Existenz zu sichern, das ist der Grund des Tabakanbaus.

Der typische Tabakpflanzer in Deutschland ist nach unseren Erhebungen ausgebildet als Landwirt oder Gärtner, hat überwiegend als Betriebsleiter seine Meisterprüfung erfolgreich abgelegt, ist im Schnitt 45 jährig und meist Betriebsnachfolger in einem historisch gewachsenen landwirtschaftlichen Familienbetrieb einer traditionellen Anbauregion. Sein Betrieb ist in der Regel 30-40 ha landwirtschaftliche Nutzfläche groß, mit ca. 5 ha Tabakanbau im Wechsel mit Getreide, Mais, Zuckerrüben, aber auch andere Sonderkulturen wie Spargel und Erdbeeren sind im Betrieb aufzufinden. Schwerpunkt des Anbaus ist Süddeutschland mit Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern, aber auch in Nord-Deutschland, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und in den neuen Bundesländern, findet sich der Tabakanbau traditionell.

Die Betriebsformen in Europa aber auch auf der ganzen Welt sind ähnlich gegliedert und klein in ihrer Struktur. Der durchschnittliche Tabakanbau in Europa je Betrieb liegt bei 1,5 bis 2 ha. Grundsätzlich sind die Tabakbetriebe auf der ganzen Welt Familienbetriebe.

Gewaltig war der Wandlungsprozess auf verschienen Ebenen des Tabakbaus
in den letzten 25 Jahren in Deutschland und der EU. Die Erlössituation pro kg hat sich in diesem Zeitraum nur geringfügig erhöht. Um die Kostensteigerungen aufzufangen, wurden insbesondere Veränderungen in der Technisierung, den Arbeitsverfahren, aber auch im Betriebsablauf neu eingeführt. Dieses führte dazu, dass der hohe Arbeitszeitbedarf, der noch vor 25 Jahren im deutschen Tabakbau bei über 2000 Arbeitsstd./ha lag, heute im Bereich von 700 - 1200 Std liegt. Gleichzeitig wurde die Qualität verbessert, da die Ansprüche insbesondere im europäischen Verarbeitungsmarkt auch unter den kritischen Prüfungen des Themas Rauchen und Gesundheit höchsten Ansprüchen gerecht werden muss.

Die Qualität wurde verbessert durch die Züchtung neuer Sorten, durch Umstellung auf andere Sorten, durch entzugsorientierte Düngung und ein Höchstmaß an biologisch orientiertem Erzeugungspotential, insbesondere was den Fruchtwechsel angeht. So liegen die Tabake heutiger Zeit im Nikotinwert, Kondensatwert und anderen Inhaltsstoffen weit unter denen von vor 20 Jahren.

Der Umwelt und dem Thema Rauchen und Gesundheit wurde stark Rechnung getragen und dieses wird sich noch weiter in der Zukunft fortsetzen. Die Pflanzer sind sensibilisiert für dieses Thema, verfolgen die Diskussion mit größter Aufmerksamkeit und Konzentration und versuchen, mit besten Qualitäten zu überleben. So wird - um ein Beispiel zu nennen - aktuell im Moment, der Anbau der Sorte Virgin in Deutschland, wo immer der Markt es bietet, erweitert, weil diese Sorte keine Nitratdüngung erhält, sich also aus dem Bodenvorrat ausschließlich ernährt.

Marktpreise - globalisiert

Was den Verkaufspreis und den Erlös für den Tabakpflanzer betrifft, setzt sich dieser Betrag aus zwei Teilen zusammen, dem Marktpreis und der EU Qualitätsprämie. Die EU unterstützt seit 1970 im Rahmen ihrer Marktordnung die Tabake Europas ab einer gewissen Qualitätsleistung unterschiedlich nach Güteklassen mit einer sozialen Komponente. Sie stellt dazu 980 Mio. Euro jährlich zur Verfügung und bemisst die Maximalmenge nach traditionellem Anbauvolumen in Europa mit 350.000 Tonnen. In den nächsten Jahren sind hier deutliche Änderungen vorgesehen, die den Anbau ab 2010 belasten werden. Der Marktpreis wird vom Pflanzer (Verband) mit den Käufern ausgehandelt. Dieser Betrag orientiert sich am Weltmarktniveau. Der Tabakmarktpreis ist somit globalisiert (Weltmarktpreis) und vom Zollschutz der Länder innerhalb Europas und fast für die ganze Welt befreit. An die Stelle früherer nationaler Regelungen (oft aus der Tabaksteuer getragen - D,F,I) trat diese Ausgleichszahlung aus Brüssel.

Die Unterstützung von knapp einer Mrd. Euro im Haushalt der EU für den Tabakanbau jährlich beinhaltet aber auch die Förderung von Forschungsprojekten und von Seminaren über die Schädlichkeit des Rauchens.

Aufgabe des Tabakanbaus in der EU?

Dies wäre Nonsens für Wirtschaft und Gesundheit, denn geraucht wird weiter. Der EU-Prämienbetrag stellt nur 1,6% des Tabaksteueraufkommens von 65 Mrd. Euro in Europa dar. Somit wird über den Raucher ausreichende Wertschöpfung erzielt, um auch die Produzenten kostengerecht zu honorieren. Der Staat ist mit 75% Anteil größter Nutznieser am Tabakgeschäft, weshalb wir als Pflanzer die EU Prämie nicht als Subvention sehen.

Das Selbstverständnis für den Anbau von Qualitätstabaken in Deutschland und in Europa ergibt sich für den Pflanzer klar aus der Erkenntnis, der Marktnachfrage gerecht zu werden. Das heißt, solange geraucht wird - und geraucht wird, ob wir in der EU Tabak anbauen oder nicht - sehen die Tabakpflanzer keinen Grund ihren Anbau aufzugeben. Bei Einstellung des Anbaus wird weiter geraucht und die Produktion in überseeischen Ländern aufgestockt. In Deutschland/der EU gingen Strukturen verloren, Arbeitsplätze in ländlichen Regionen ohne Ersatz ebenso, auch die Artenvielfalt wirtschaftlicher Pflanzen und der Anbau von Monokulturen wären die Folgen und der Gesundheit wäre nicht gedient. Es gäbe also nur Verlierer. Zu diesem Schluss kommt auch die EU-Kommission in ihrem Gutachten im Jahr 2003. Sie bescheinigt, dass es keinen Zusammenhang gibt zwischen dem Tabakanbau in Europa und dem Rauchverhalten.

Wechsel auf andere landwirtschaftliche Kulturen

Die zahlreichen Familienbetriebe Europas haben keine oder nur eine geringe Chance auf andere Kulturarten der Landwirtschaft auszuweichen. Die Pflanzer sind auf den erfolgreichen Tabakanbau zur Erhaltung ihrer Betriebe und ihres Familieneinkommens angewiesen. Zwar weist die Politik aktuell immer wieder darauf hin, dass die Tabakbauern den Anbau aufgeben sollen, es sind auch Programme aufgelegt zur Abfindung der Tabakbauern bei Aufgabe des Anbaus und dem Wechsel auf andere Kulturarten. Aber selbst aus dem Zentrum des Obstes und Gemüsegartens Deutschland, dem Rheintal kommend, stellen wir dort fest, dass diese Chance realistisch nicht besteht. Die Verkaufssituation bei Obst und Gemüse hat sich für die Pflanzer in den letzten drei Jahren so verschlechtert, dass der Markt restlos zusammenbrechen würde, wenn hier Umstellungen vollzogen werden würden. Ein Wechsel von Tabak in Getreideanbau ist deshalb nicht möglich, weil die vorhandenen kleinen Flächen beim Getreideverkauf nicht zum Lebensunterhalt ausreicht. Die Konsequenz - ein Wechsel aus dem Tabakanbau heißt - Aufgabe des landwirtschaftlichen Betriebes und seiner zahlreichen Arbeitsplätze.

Anbauperspektive - Zukunftschancen

Die Tabakpflanzer, als Spezialisten unter den Landwirten, sind selbstverständlich offen für Reformen und kritische Fragen. Sie sind sich bewusst, ein Genussmittel zu erzeugen, das sie dem Konsumenten zur Verfügung stellen, um verantwortungsbewusst damit umzugehen. Die Pflanzer erzielen mit dem Tabakanbau ihren Lebensunterhalt und wollen dies auch in Zukunft. Eigeninitiative steht hoch im Kurs, so bei Technisierung und Arbeitsabläufen um Kosten zu sparen. Sie sind sehr aufmerksam im Blick nach der richtigen Qualität, die auch als Ergebnis aus der Diskussion über Rauchen und Gesundheit und aus der Tabakwirtschaft, dem Markt, entsteht. Offen sind sie für weniger Staat in ihrem Verkaufspreis. Sie konnten sich z.B. eine Direktteil ihres Einkommens vom Verkaufserlös (vom Raucher) als Rauchercent vorstellen. Solche Beispiele gibt es auf der Welt schon.

Die Globalisierung des Marktpreises bietet den internationalen Tabakkonzernen die Chance, weltweit zu ähnlichen Preiskonditionen kaufen zu können, auch in dem hochpreisigen Europa. Will der Tabakbau in Europa sich behaupten, braucht er die derzeitige Erlöshöhe (vom Markt/Raucher oder EU).

Die Pflanzer stellen sich dem Wettbewerb auch international. Allerdings müssen alle Wirtschaftsbereiche gerecht in eine Globalisierung geführt werden, nicht nur Teile wie beim Tabak, schließlich ist der Marktpreis für Rohtabak zwar globalisiert, aber die Raucherbelastung und Tabaksteuer weltweit sehr national geblieben.

Hier stellen Entwicklungsländer oft die Frage nach gerechter Bezahlung ihres Rohtabaks. Sie verstehen nicht, dass hochpreisige Staaten später darauf noch ein Vielfaches des Ursprungswertes als Tabaksteuer drauflegen. Es wäre aller Ehre wert sich aus Sicht der Tabakpflanzer für Kosten und Erlöserhöhung in Niedrigpreisländern der Welt einzusetzen, um ähnliche Wettbewerbsituationen zu erreichen.

Zum besseren Verständnis sei darauf aufmerksam gemacht, welche Wertunterschiede weltweit bestehen. Im hochpreisigen Europa schließlich ist die Tabaksteuer, die der Raucher entrichtet, mit 3 Euro einer 4 Euro Packung um ein Vielfaches höher, als zum Beispiel in Brasilien mit maximal 0,5 Euro Tabaksteuer oder in Osteuropa mit ca. 1 Euro. Daraus abgeleitet, sollte man sich bemühen, wenn Globalisierung - die Tabakpflanzer sind offen - dann gerecht für alle Bereiche.

Zum guten Schluss

Die Tabakpflanzer verfolgen mit großer Aufmerksamkeit die Diskussion um Rauchen und Gesundheit. Wir, seitens der Erzeuger stellen diese anspruchsvolle Pflanze mit ihrer vielschichtigen Leistung und positiven Umweltergebnis der Öffentlichkeit zur Verfügung und über den Rauchgenuss einem speziellen Konsumentenkreis.

Wir sagen jedem Missbrauch ab und empfehlen der Jugend mit dem Blick auf die erhöhten Risiken für ihre Gesundheit in der Phase ihrer Entwicklung Verzicht zu leisten. Dem Erwachsenen bieten wir die freie Entscheidung zum Rauchgenuss mit seiner Eigenverantwortung an, mit dem Spruch, der auch meine Meinung wiederspiegelt (Pfalz):
"Tabak und Reben wurden uns gegeben, wenn wir mäßig sie gebrauchen können wir trinken und auch rauchen".